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Liebe CVJMer und Freunde des CVJM Rödinghausen

Seit Anfang des Jahres hat sich mit dem Corona-Ausbruch unser ganzes Leben von jetzt auf gleich vollkommen verändert. Corona (spanisch: Die Krone) – ein Wort, welches wir bis vor einiger Zeit noch nicht kannten, hat unser Leben und unser Vereinsleben stark verändert. Von heute auf morgen kam fast alles zum Stillstand.

Es kam zu tiefgreifenden Veränderungen im öffentlichen und im privaten Leben. Das gesamte öffentliche Leben in Deutschland wurde abrupt heruntergefahren und ist fast vollständig zum Erliegen gekommen. Die Schulen und Kindergärten wurden geschlossen und das Betreuen und Unterrichten den Eltern überlassen. Das Virus hat auch unser Vereinsleben im CVJM Rödinghausen fast vollständig lahmgelegt. Gerade unsere Vereinsarbeit lebt sehr stark von der Begegnung und vom Miteinander. Von heute auf morgen gab es keine Handballspiele, kein Training und keine Jugendgruppenstunden mehr. Ebenso musste unsere Kleiderstube schließen. Der Ligabetrieb wurde eingestellt und Treffen von mehr als zwei Leuten waren nicht mehr erlaubt. So mussten wir auch unsere Jahreshauptversammlung in allerletzter Sekunde absagen. Als neuen Termin haben wir nun den 11. September 2020 angedacht.

Auch unser Boule-Turnier und der Beach-Handball-Cup konnten in diesem Jahr nicht stattfinden, obwohl das Wetter geradezu ideal dafür gewesen wäre.

Schweren Herzens haben wir auch die Entscheidung getroffen, unsere Sommerfreizeiten nach Senigallia in Italien abzusagen, ebenso können die beliebten Zeltlagerfreizeiten für die Jungscharler nicht durchgeführt werden. Der Schutz der Gesundheit musste an 1. Stelle gesetzt werden. Wir hoffen, dass wir zumindest im Oktober noch eine Familienfreizeit auf Spiekeroog durchführen können. Als Ersatz arbeitet unser Jugendreferent Peter Bulthaup mit einem Team  daran, unter bestimmten Auflagen in den Sommerferien  Ferienspiele anzubieten und so den Kindern und Jugendlichen etwas Abwechslung zu bieten und eine schöne Zeit zu ermöglichen.

Für uns Christen war es befremdlich, Ostern und Christi Himmelfahrt ganz ohne Gottesdienste in diesem Jahr zu feiern. Am 3. Mai fand jedoch der erste Jugendgottesdienst Kom’ma Herr in digitaler Form statt. Aktuell ist es noch ungewiss, ob der nächste Jugendgottesdienst als Open-Air-Gottesdienst stattfinden kann oder doch wieder ins Internet verlegt wird.

Auch unsere Vorstandssitzungen fanden in digitaler Form statt, so dass wir die ganze Zeit über als Verein handlungsfähig waren. Seit der Öffnung des Gemeindehauses haben wir uns schon zweimal wieder persönlich getroffen und dabei gemerkt, wie wichtig die persönliche Kommunikation ist.

Die Reaktionen auf die Corona-Schutzmaßnahmen sind ganz unterschiedlich: Bei einigen finden die ergriffenen Maßnahmen volles Verständnis und bei anderen ein vollkommenes Unverständnis. Wir aber wollen Gott danken, dass die Mitglieder und Besucher unserer Gruppen weitestgehend vom Virus verschont geblieben sind. Natürlich entstehen Ängste und Sorgen, wenn wir an die Krankheit denken und deren Folgeschäden (Sorge um den Arbeitsplatz usw.).

Nach und nach haben wir uns alle inzwischen schon an die neue Normalität gewöhnt, auch wenn es uns sicherlich hier und da noch sehr schwerfällt. Wir hoffen und beten dafür, dass wir uns bald bei Handballspielen in der Turnhalle oder bei anderen Vereinsveranstaltungen wiedersehen können. „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20). Nach und nach werden nun die Jugendgruppen und das Handballtraining wieder aufgenommen.

Als Christ ist es gut, wenn wir uns auf ein Gotteswort besinnen dürfen, das uns in dieser Notsituation trösten und aufrichten kann. Im 2. Timotheusbrief steht: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Wir sollen uns nicht vor Angst verkriechen und untätig sein, sondern durch Gottes Geist fließt uns Kraft vom Himmel zu, die wir gerade in Krisenzeiten gebrauchen können. Am vergangenen Wochenende haben wir zu Pfingsten die Aussendung des Heiligen Geistes gefeiert. Wir dürfen darauf vertrauen, auch diese Kraftquelle nutzen zu dürfen, wenn wir Gott darum bitten.

Das Bibelwort mahnt uns aber auch zur Besonnenheit. Abstand halten und dort, wo es nötig ist, Mundschutz tragen, sollte im Augenblick selbstverständlich sein. Lasst uns im Gottvertrauen in die Zukunft sehen und gehen, denn wie es Luther einmal sagte, hält Gott  „einen glühenden Backofen voller Liebe“ für uns bereit.

„Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.“ (Römer 12,12)

In diesem Sinne bleibt gesegnet und vor allen Dingen gesund!

Euer Vorstand

CVJM Rödinghausen

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